Der
Verein
Neues
Leben in den alten Gruben -
Kurzer Abriß der Vereinsgeschichte
Vom
Hörensagen hat man's gewußt, daß in den Wäldern
um Neuenbürg viele Jahrhundertelang der Bergbau umging.
Die ältesten Bürgerinnen und Bürger der Stadt
und der umliegenden Orte wußten sogar noch ein paar wenige
Einzelheiten, die ihnen von ihren Eltern und Großeltern
erzählt worden waren. Hinzu kamen die rings um die Stadt
"zerstreuten" historischen Zeugen des Bergbaues auf Eisen- und
Manganerz und des späteren Schwerspatabbaues.
Es war 1977, als eine "Handvoll" Idealisten, geologisch und
mineralogisch ambitionierte Lehrkräfte des Gymnasiums Neuenbürg,
mit begeisterten Helfern und dann auch mit Schülern darangingen,
sich um diese alten Zeugen des Bergbaues zu kümmern. Bald
schlugen sie erstmals wieder einen Pickel in die historische
Erde und fingen an, im Schnaizteich einen Stollen aufzuwältigen.
Erfolge und Mißerfolge wechselten sich ab. Recht schnell
aber erkannten sie, daß es sich lohnte, weiterzumachen.
Vom Pioniergeist und Abenteuerlust gepackt, scheuten sie weder
Müh' noch Schweiß. Auch nach anderthalbjähriger
umsonst getaner Arbeit im C-Stollen des Christiansgangs im Schnaizteich
ließen sie sich nicht entmutigen: Sie stiegen weiter den
Berg hinauf zur einstigen Grube "Frischglück". In diesem
Grubenbau, in höherliegender Sohle direkt mit dem Stollen
im "Vorderen Hummelrain" verbunden, fanden sie denn auch frisches
Glück im wahren Sinne des Wortes: Nach 22.000 freiwillig
erbrachten Arbeitsstunden innerhalb von sieben Jahren erlebten
sie den Lohn ihrer Mühen, nämlich die offizielle und
feierliche Einweihung des Besucherbergwerks "Frischglück".
Das war 1985. Seitdem haben mehr als 400.000 Besucherinnen und
Besucher aus nah und fern dieses Denkmal der alten Arbeitswelt
unter Tage besichtigt.
Inzwischen (nämlich 1980) war aus der zunächst losen
Gruppierung von Idealisten ein eingetragener Verein geworden,
welcher dann seit der Inbetriebnahme des Besucherbergwerks als
dessen Betreiber verantwortlich ist, während die Stadt
Neuenbürg das Eigentum besitzt. Die Mitglieder des Vereins,
vor allem die Aktiven darunter, pflegen seitdem bergmännisches
Brauchtum, wie es die Altvorderen der letzten Jahrhunderte wohl
auch getan haben. Neben der jährlichen Barbarafeier Anfang
Dezember gab es 1990, anläßlich des zehnjährigen
Vereinsbestehens, den 1. Neuenbürger Bermannstag mit einer
schönen Parade von Berg- und Hüttenleuten durch den
historischen Stadtkern Neuenbürgs. Und erst 1996 hat sich
der Verein ein eigenes Banner zugelegt, das mit einem zünftigen
bergmännischen Fest und einer nochmaligen Bergparade festlich
geweiht wurde.
Jahraus jahrein nehmen die Neuenbürger in ihren (dem historischen
Vorbild nachgeschneiderten) bergmännischen Trachten zudem
an so manchen Standesfesten teil. Sie sind stolz darauf, die
Tradition dieses Berufsstandes in dem Bewußtsein pflegen
zu können, daß sie den großen Leistungen der
Altvorderen große Ehre erweisen.
Glückauf!
Die "ARGE Neuenbürger Bergbau e.V."
ist ein gemeinnütziger Verein und hat im Moment ca. 280
Mitglieder.
Unsere Vereinsadresse:
Arbeitsgemeinschaft Neuenbürger Bergbau e. V.
Postfach 1120
75301 Neuenbürg
E-Mail
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